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Archive for the ‘Schwiemu’ Category

Was gibt es heute zum Mittag?

Mal sehen, wo wir anhalten.

Räder rausgeholt und losgeradelt. Erst in die Nachbarsiedlung, dann übers Feld, vorbei am Hubschrauberstützpunkt, zum Friedhof.

Hier eine Pause und ein kurzer Besuch bei Mama. Sie wäre heute 91 Jahre alt geworden. Die Wiese ist jetzt wirklich schön grün und es stehen auch jede Menge Blumen bei den Marmorstelen.

Hier auf dem Friedhof ist Rad fahren verboten, also schieben wir unsere Räder. Auf der Straße radeln wir natürlich wieder. Durch die Siedlung hin zur Bahnschranke, vorbei an den halben Häusern und der Barnim-Schule. An der Straße entlang – hier ist kein Radweg und wir erlauben uns auf dem Fußweg zu fahren, weil gar kein Fußgänger da ist. Am S-Bahnhof vorbei geht es in Richtung Malchow. Hier wollen wir im Storchencafe etwas zum Mittag essen.

Am Eingang steht ein Schild: „Danke, dass Sie ihr Rad hier anschließen“  – das machen wir natürlich auch.

Wir sitzen natürlich wieder draußen. Die Kellnerin kommt mit der Karte und wir bestellen schon mal was zu trinken. Natürlich gibt es hier nicht das normale Angebot. Ich bestelle eine Rhabarberlimonade und Tom ein trübes Bier „Braumanufaktur“. Beides sehr lecker.

Die Karte war letztes mal wesentlich ausführlicher, aber wir finden auch heute etwas. Tom bestellt Klettenblätterroulade und ich Möhrenrösti.

Wieder haben wir hier etwas gegessen, was wir noch nie gekostet haben. Bisher wusste ich auch gar nicht, dass man Klettenblätter essen kann. Und als Garnitur lag oben auf etwas Giersch, den wir auch probiert haben.

Während wir dort saßen zogen dunkle Wolken auf – huch kalt!

Der Rückweg war nur noch ein kurzes Stück ungefähr 5km.

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Die Tour hat uns durch 8 Ortsteile geführt und es waren 23km.

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Wohnungsauflösung

Mama’s Wohnung ist gekündigt. Nun heißt es ausräumen. Dabei überlegt man, was man selbst alles so herum zu liegen hat. Welche meiner „Schätze“ später mal von meiner Tochter als Plunder im Müllcontainer landen werden.

Wir haben uns etwas Geschirr mitgenommen. Brauchen werden wir es nicht und ob Jenni es mitnimmt, wenn sie mal auszieht? Eine Tüte mit Stricknadeln habe ich auch mitgenommen, da waren noch nie benutzte Strickhilfen drin.

Viele der Sachen könnte man sicher noch bei ebay versteigern, aber wir haben das noch nie gemacht.

Morgen werden wir noch einmal fahren.

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Schwiemu: Beerdigung

Der Himmel ist grau und passt zu unserer Verfassung.

Wir treffen uns vor der Halle auf dem großen Friedhof. Mamas Kinder wohnen ziemlich weit weg und so sind wir doch ein ziemlich kleines Grüppchen. Reinhard und Heidi sind auch gekommen. Sogar Georg ist dabei. Auch meine Eltern, Karin und Manne, Tante Linde und Onkel Manfred begleiten die Schwiemu auf Ihrem letzten Weg.

Wir haben ein schönes Bild von Mama zur Trauerfeier ausgesucht, dass neben der Urne aufgestellt wird. So schauen wir uns ein letztes Mal an.

Eine wirklich schöne Ansprache hat der Trauerredner gehalten. Aus den wenigen Informationen, die er von Tom erhalten hat, hat er doch eine treffende Rede gemacht.

Als wir hinter der Urne zur Wiese gehen, fängt es an zu regnen.

Sogar das Wetter ist traurig mit uns.

Wir haben alle eingeladen, mit uns noch etwas in der Gaststätte hier am Friedhof zu essen.  Erst wollen Reinhard und Heidi nicht, aber dann kommen sie doch mit. Ich hatte einige Fotos von Mama eingesteckt. Alte und auch Neue.  Diese Fotos machten dann die Runde und besonders Georg hat sich darüber gefreut, denn Tom konnte ihm noch einiges dazu erzählen.

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Weil es draußen nicht mehr so kalt ist, haben wir heute die 3 Orchideen zu uns geholt, denn jemand muss das Gießen übernehmen.

Zwei sind in unser Gästezimmer eingezogen, die dritte hat ein Plätzchen an der Terrassentür gefunden.

Hoffentlich überstehen sie den Umzug.

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Schwiemu: Trauerarbeit

Ich habe überlegt, ob man über die Geschehnisse der letzten Zeit bloggen darf.  Darf man?

Der Tod gehört zum Leben, aber man möchte sich damit nicht so gerne auseinandersetzen.

Ich träume zur Zeit ganz oft von Mama. Oder ich gehe durch unser Haus und ganz unvermittelt kommt mir ein Gedanke, wie Mama das gemacht/gesagt/gesehen hat.

Inzwischen haben wir auch einen Termin, wann die Beisetzung stattfinden wird. Der Herr vom Bestattungsunternehmen hat uns die Trauerkarten vorbeigebracht und sie sind verschickt.

Wir haben extra gewartet, denn niemand sollte die Karte am Heilig Abend aus dem Kasten holen.

Das wird ein schwerer Tag für uns alle.

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Schwiemu:

Wenn das Licht erlischt, bleibt die Trauer.
Wenn die Trauer vergeht, bleibt die Erinnerung.

Ganz leise ohne ein Wort,
gingst du für immer von uns fort.

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Schwiemu: Hörtest

In letzter Zeit kam es vor,  dass die Schwiemu angerufen wurde und sie nicht ans Telefon gegangen ist. Nun kann es bei einer Dame von 88 Jahren schon mal vorkommen, dass sie etwas länger braucht um ans Telefon zu stürzen. Was wir aber eher vermuten ist, dass sie das Telefon nicht mehr hört. Als Tom seine Mutter heute besuchte,  schaltete er das Handy ein und rief das Telefon im gleichen Raum an. Mama reagierte nicht. Sie unterhielten sich noch eine Weile. Mama reagierte nicht. Dann machte er sie darauf aufmerksam. Sie lauschte. Und da hörte sie das Klingeln. „Das ist aber leise.“  war sie erstaunt. Tom verstellte die Lautstärke am Telefon so laut wie möglich. Hoffentlich hilft das.

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