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Archive for Juli 2012

Tag 5

Hörtraining

Wir lesen uns Fabeln vor … alle gleichzeitig. Als wir die Köpfe zusammenstecken dürfen, geht es ganz gut. Doch dann müssen wir Rücken an Rücken sitzen und ich verstehe nichts. Ich neige den Kopf nach links und erahne die Geschichte. Fazit: Zum Hören gehört auch das Sehen. Später liest einer von uns einen Witz vor und lenkt uns dabei mit allerlei Aktivitäten ab, doch wir lauschen alle und haben den Witz auch verstanden. Hieraus lernen wir, dass man sich Umstände zum ordentlichen Hören einfordern kann und muss.

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Therapietag 4

Auch heute beginnt der Tag mir Bewegungstraining.

Ich wusste gar nicht, dass man mit wenig Bewegung so leicht ins Schwitzen kommen kann. Wir liegen auf dem Bauch und strecken uns in die Länge. dann dürfen wir mal ein Arm und dann ein Bein anheben, den Kopf drehen – der auf den Händen abgelegt wird … und die Atmung nicht vergessen …. und dann heben wir den rechten Arm und das linke Bein und danach noch mal umgekehrt. Da schnaufe ich schon. Meine Güte, wo sind denn die Muskeln geblieben, die man glaubt mal gehabt zu haben. Ein kurzes Ausruhen als wir in den Fersensitz kommen sollen. Doch es geht noch weiter und wird noch besser. Als ich auf dem Bauch liegend beide Beine und beide Arme heben soll, wünsche ich mich in Kindertage zurück, als solche Sachen keine Schwerstarbeit waren.

Entspannungstraining – wie immer schön.

Zum Schluss erklärt sie uns, dass regelmäßiges Training das A und O sind. Man kann es auch im Alltag anwenden – so, dass andere gar nicht mitkriegen, dass man Muskelentspannung macht. Ich stelle mir also vor, dass ich am Bahnhof stehe und meine Muskeln anspanne … Training auf dem Nachhauseweg – das ist doch ein toller Gedanke.

Gruppentherapie – Stressbewältigung

Sehr gut, denn das ist ja das, was ich brauche.
Auch hier kommt es noch mal zum Thema Ohrstöpsel ja oder nein – die Antwort lautet Nein, denn die Ohrnerven sollen ja trainiert werden. Wenn man sich die Ohren zustöpselt, dann wird das Ohr empfindlicher und die Geräusche wirken noch lauter.

Und zum Schluss Hörtraining.

Wir üben hören, woher ein Geräusch – hier ein gesprochenes Wort – kommt. Gar nicht so einfach, wenn alles um einen herum murmelt. Es macht Spaß, ist aber doch ziemlich anstrengend.

Zwischendurch hatte ich noch mal einen Hörtest – mein Ohrgeräusch ist lauter geworden. :o(

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Abkühlung

Eine kleine Abkühlung tut uns ganz gut – der Tag beginnt mit Regen und 18°C.

Herrlich frische Luft war heute draußen und so hatten wir fast den ganzen Tag die Terrassentür auf.

Zum Kaffee hat Christa eine Kirschtorte gebacken und uns alle eingeladen. So saßen wir sieben wieder im Carport.  Ich erzählte, dass der Rasen vor dem Carport sich bei starkem Regen in einen kleinen See verwandelt. Nicht im Traum hätte ich gedacht, dass wir das bald darauf live haben würden. Denn kaum hatten wir den Kaffee ausgetrunken pladderte es auch schon. Erst nur ein bisschen und dann immer mehr. Wir saßen unter dem Dach bis der Regen wieder aufhörte. Was blieb uns auch anderes übrig, wenn wir nicht nass werden wollten.

Von mir aus kann es morgen ruhig wieder sonnig werden.

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Plagegeister

gerade war ich draußen und schon bin ich wieder drin.

2 Minuten = 3 Mückenstiche!

Nein, so geht das nicht.

Aber was soll denn da aus dem Garten werden? Ein Urwald?

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Samsung …

… verkauft mehr Handys als Apple – hat mir Tom gerade vorgelesen.

Ja, eins davon hab ich. Nicht das allerneueste Modell, aber schöööön. Hat mein Admin gut ausgesucht.

Ich hab noch viel zu tun mit dem Einstellen … was man so alles braucht, oder auch nicht braucht und doch haben will. Heute hat mir Tom ein Passwortprogramm empfohlen. Installiert war es relativ schnell und nun muss ich noch die Daten einpflegen – natürlich von Hand vom alten Handy abschreiben und eintragen.

Und das ist sicher noch nicht die letzte Einstellungsaktion.

Ich hab schon überlegt, dass ich noch ein paar Bilder brauche. So wie: „Mein Haus, mein Auto, meine Yacht, mein …“ Naja, bei mir werden es wohl Bilder von Mann und Kind sein. *grins*

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Therapie Tag 3

Gleich morgens habe ich Physiotherapie. Ich habe Glück, es ist nicht die Dame von gestern. Sie ist gut gelaunt. Ich auch. Sie sagt mir, dass jeder anders arbeitet, schließlich hat jeder Physiotherapeut einen anderen Lehrer gehabt. Sie fragt mich, ob ich etwas dagegen habe, wenn sie im Gesicht massiert. Und dann geht es los. Sie zieht mir den Hals lang und dann drückt sie mir den Kopf wieder runter. Ich frage: „Warum machen sie mich denn wieder kleiner?“ Sie drückt Punkte meiner Stirn, meiner Schläfen und auch an den Kiefergelenken. Es tut gut. Ob ich links auch Tinnitus hätte? Die Seite wäre viel verspannter. Dann drückt sie noch einige Punkte an meiner HWS. Aua, sie findet natürlich auch stellen, an denen es richtig weh tut.

Danach geht es zur Bewegungstherapie. Wir sind heute zur zu viert, denn einige hatten gestern ihren letzten Tag und die dritte Gruppe hatte heute Badetag.

Die Übungen sind ganz andere als gestern. Dehnungsübungen. Es zieht in den Ober- und Unterschenkeln und im Gesäß. Sie geht herum und sagt zu jedem: „Hier geht aber noch was.“

Danach nehmen wir alle im Aufenthaltsraum platz und schon werde ich wieder aufgerufen, denn ich habe Psychologisches Einzelgespräch.

Danach Entspannungstraining. Für mich ganz und gar nicht entspannend. Jedes mal wenn wir die Muskeln anspannen sollen, dann vergesse ich weiter zu atmen. Das hatte die Lehrerin gerade gesagt, das wir das atmen nicht vergessen sollten.

kurze Pause

Gruppengespräch – was ist Stress?

Und dann dürfen die ersten schon nach Hause gehen. Ich nicht, ich habe noch den Massagestuhl auf  Termin.

Ein riesiger Ledersessel, der mit ein für Tinnitus -Patienten zusammengestellten Programm ausgerüstet ist. Massage, Tiefenentspannung mit Lichtreflexen und Musik und zum Schluss noch mal Massage. Als das Programm zu Ende ist schwebe ich über dem Boden. Und nun ist auch für mich WE.

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T-R-T

T-R-T

Zweiter Tag.

9:00 Uhr Bewegungstraining
Wir breiten unsere Laken auf den Matten aus. Jeder hat auch ein Kissen dabei – so stand es ja schließlich in der Einladung.

Eine junge Frau im blauen Outfit kommt herein. Sie strahlt keine gute Stimmung aus. Ob sie sich vorgestellt hat? Ich weiß es nicht. Die Übungen sind gar nicht so schwer, doch man merkt, wie es an manchen Stellen zieht.

Entspannungstraining
Darauf war ich gespannt, denn Tom hatte mir davon schon erzählt. Unsere Moderatorin ist ungefähr in meinem Alter und sie geht auf uns „Neue“ ein und erklärt noch mal die Wirkungsweise des Entspannungstrainings. Meeresrauschen kommt von einer CD und schon geht es los. Anspannen – fühlen – loslassen – Pause. Die Pausen kommen mir viel zu lang vor, aber ich bin ja noch neu, vielleicht muss das ja so sein.

Zum Schluss wird man gefragt, wie es war. Auch ein paar alte Hasen sagen, dass die Pausen länger waren.

Gruppentherapie
Anders als ich es mir vorgestellt habe. Wir reden über Gesundheit und Krankheit.
Die Psychologin fragte, ob wir unser Leben nach dem Tinnitus geändert haben.
Wir lesen eine Geschichte von einem unzufriedenem Mann, der ein Stein auf eine Palme legt. Doch die Palme lebt weiter, weil sie sich auf die neue Situation eingestellt hat. Krankheit als Chance? Mein Tinnitus soll mich stärker machen?

Hörtraining

Wir gehen raus. Auf dem Charité Gelände dürfen wir Pärchen bilden. Neben mir steht ein Mann in meinem Alter wir haken uns unter und einer darf die Augen schließen, während der andere führt. Die Psychologin geht vor, wir laufen Paarweise hinterher. Der Geführte darf fühlen – ein Baum, eine Metallröhre, Backsteine, Fenstergitter, Blätter von einem Busch, eine Blüte und ein Gepäckträger von einem Fahrrad. Mein Partner wundert sich, dass er den Gepäckträger nicht erkannt hat.

Dann wird getauscht. Ich fühle Rasen unter meinen Schuhen, dann Steine. Blätter rascheln. Ich darf ein Blatt fühlen – es fühlt sich wie Leder an. Auch ich bekomme einen Baum unter die Finger – der hat eine gebogene Form. Dann Gitterstäbe und ein Fallrohr von einer Regenrinne. Plötzlich ändert sich die Umgebung. Unter meine Schuhen sind die Steine ganz glatt und auch die Geräusche sind ganz anders – wir sind in einem Hausdurchgang. Dann geht es wieder raus – eine Rampe hinunter – komisch, wie deutlich zu merken ist, dass es runter geht. Dann sind fremde Stimmen neben mir. Ein Auto fährt vorbei. Doch inzwischen kann ich mich ganz und gar auf meinen Partner verlassen, was mir zu Anfang der Runde ganz schwer gefallen ist. Ganz zum Schluss lässt er mich auch noch an einem Gepäckträger fühlen.

Wieder oben angekommen wird ausgewertet und ich bin erstaunt: wir alle haben während dieser Übung unsere Ohrgeräusche ausblenden können.

PAUSE

Vortrag über Tinnitus
Eine Ärztin hält einen Vortrag darüber, wie Tinnitus entsteht.

Neben Schwerhörigkeit können auch Medikamente – wie bestimmte Antibiotika  0der Krebsmittel – für eine Tinnitus sorgen. Auch Aspirin in viel zu hohen Dosen. *huch*

Es ist total warm im Raum. Das ist ja auch kein Wunder, denn draußen sind 30°C.

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