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Archive for September 2009

es gibt sie noch …

… die gut erzogenen jungen Leute.

Da fahre ich heute mit der Straßenbahn als eine ältere weißhaarige Frau einsteigt.

Während ich schon in überlege, dass … steht ein junge langhaariger Mann auf und bietet ihr den Platz an.

Ich bin erfreut.

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Kribbeln

meine kleinen Fringer kribbeln schon den ganzen Tag.

Tom macht sich lustig darüber.

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Kaum haben wir die Wahl hinter uns, schon wird die Sicherheit groß geschrieben. Oder wie soll ich mir erklären, dass die Polizei uns heute morgen angehalten hat?

Da kommen wir – wie jeden morgen – in der richtigen Straße an und werden von vielen freundlichen Männern in Uniform empfangen. Sie weisen uns ein und ich verabschiede mich von Tom. Der für uns zuständige Polizist guckt mich an, wie ich den Ort verlasse. Ich sage ihm, dass ich hier nur arbeiten gehe. Darauf meint er, er arbeite auch nur. Ja, klar denke ich und gehe in die Firma.

Tom erzählte mir dann abends, dass er Sanikasten und Warndreieck sehen wollte. Das ist bei uns immer griffbereit, weil das bei Toyota so eingerichtet ist. Fahrzeugpapiere auch alles okay. Doch dann durfte mein Mann noch längst nicht fahren. Der hier auch nur arbeitende Polizist wollte noch eine weitere Überprüfung. Auf die Frage „warum?“ gab es nur die Antwort, dass bräuchte er nicht zu sagen.   Ähm, was soll das denn? Sind wir verdächtig?  Der Uniformierte stieg dazu in sein Auto und Tom wartete. Und wartete. Und wartete. Ganze 10 Minuten … dann durfte er weiter fahren.

Zu Hause googelte er, ob das denn zulässig sei ohne Begründung festgehalten zu werden. Ja, das ist es. Der Beamte darf nach gut Dünken all unsere Daten abrufen.  Auch wenn man nichts zu verbergen hat, ist das erschreckend.

Das macht mich schon sehr nachdenklich.

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… dann mache dir die Nägel rein.

Aber heutzutage gelten solle Benimm-Regeln anscheinend nicht mehr.

Da steht doch heute in der rappelvollen S-Bahn ein junger Mann neben mir und feilt sich seine Nägel. Auf meine geflüsterten Worte.  „so was macht man doch zu Hause“ nimmt er die Hände 20 cm runter und feilt nun auf Bauchhöhe weiter.

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Wahlsonntag

So, wir sind wieder zu Hause.  Unser Recht zu Wählen haben wir uns nicht entgehen lassen. Das Wahllokal hier im Ortszentrum liegt ein paar Kilometerchen von unserem zu Hause entfernt, so dass wir uns mit den Fahrrädern eine kleine Radtour gegönnt haben.

Heute war viel mehr los, als bei der Europawahl. Damals haben wir ganz allein im Raum gestanden.  Schnell waren die Kreuzchen gemacht. Tom wartete so lange an den Rädern und dann wechselten wir. Als Tom drin war, musste er sogar ein bisschen warten bis er seine Stimmzettel erhielt.

Mit dem Fahrrad fuhren wir ins Nachbardorf. Hier wollten wir ein neu eröffnetes Restaurant testen. Die Werbung dafür hatten wir schon vor ein paar Wochen in unserem Briefkasten. Da sieht man mal wieder, dass die blöde Werbung doch was nutzt.

5 Minuten vor 12 waren wir dort und das Restaurant war schon offen, obwohl erst um 12 aufgemacht wird. Das war ja schon mal ein dicker Pluspunkt. Einen Minuspunkt geben wir aber, weil es keinen Fahrradständer gibt. Nicht vor dem Haus und auch nicht auf dem Hof. Der Kellner erklärte mir, dass leider kein Platz dafür wäre. Ja, schade!

Die Speisekarte noch sehr neu und sauber. Die Tischdecke leider nicht. Das Hemd des Kellners auch nicht.

Zur Begrüßung gab es ein Sektglas mit einem Kokos-Fruchtgetränk. Keinen Alkohol – sehr gut.

Bei den Cocktails gab es einen Mango-Kiss im Angebot. *lecker* Den wollte ich.  Tom ein indisches Bier vom Fass (vom Fass, das hatte er noch nie) und Jenni einen Apfelsaft.

Es ist ja schön, wenn man beim Inder auch von einem indisch aussehenden Kellner bedient wird, aber irgendwie hat er die Sache mit dem Apfelsaft nicht so richtig verstanden, denn Jenni bekam eine Saftschorle, die nur nach Wasser und Zitrone schmeckte. Mein Mango-Kiss schmeckte lecker aber der Grenadine-Sirup war wohl vergessen worden. Na ja, egal, denn es schmeckte auch so.

Dann kam ein älterer Angestellter und verteilte die Teelichter auf den Tischen und zur Dekoration im Raum. (Er hatte dreckige Hosen an).

Unser Essen brauchte ziemlich lange, was uns glauben lässt, dass das Essen frisch zubereitet wird.  Mit uns waren inzwischen noch einige andere Gäste im Raum. Es scheint also doch gut angenommen zu werden.

Wie beim Inder üblich bekamen wir auch Papadam mit den drei Soßen. Die Pfefferminzsoße war dünn, dafür war die Tamarindesoße leckerer und die scharfe grüne Soße war viel schärfer (Tom hat sie gekostet), als wir sie von unserem Inder her kennen.

Unser Essen war lecker. Etwas scharf aber gut. Es gab Basmatireis mit etwas Petersilie drauf. (gibt es in Indien Petersilie?)

Zur Rechnung gab es noch ein Schnaps auf Kosten des Hauses. Wir durften wünschen. Das gibt zwei Pluspunkte. Und einen ganz besonderen Pluspunkt gibt es weil Jenni gefragt wurde, ob sie auch etwas möchte und ob sie denn schon 18 wäre! Das haben wir zum ersten Mal erlebt. Sie wollte natürlich keinen Alkohol.

Zugucken musste sie aber trotzdem nicht, denn sie bekam ein Schnapsglas mit dem Begrüßungsgetränk.

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Hokaidokürbis

Tom hat heute mal wieder ein Kochexperiment gewagt.

Es gab Hokaidokürbis. Genau so wie in Wiki sah unser Kürbis auch aus.

Mit Ei, Zwiebel und Schinken, sah es aus wie Rührei mit Kürbis. Es hat gut geschmeckt. Am Besten waren aber die gegrillten Kürbisscheiben mit etwas Öl und Knoblauch, die es noch dazu gab.

lecker

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Heute holen wir gemeinsam Jenni ab. Wir müssen lange warten bis sie endlich kommt.

Als sie auf unserer Höhe ist, sagt Tom: „ach, da bist du ja“ und läuft los in Richtung Auto.

Ich halte Jenni fest und sage „Guten Tag, Schnecke“ und sie muss ich ein Küsschen auf die Stirn gefallen lassen.

Als ich abends das Ganze anspreche, ernte ich Unverständnis. Es wäre doch alles schön so, wie es ist.
Für meine Begriffe ist diese unpersönliche Art einfach unmöglich.

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