Heute ist nun der Tag des Skispringens in Oberstdorf.
Aber geht erst um 16:30 Uhr los, da muss vormittags noch was anderes passieren.
Reinhard geht in die Loipe – ja er zieht es durch. Wir anderen vier fahren in die Stadt. Der Parkplatz ist überfüllt. Es schneit wie verrückt. Als wir auf einem anderen Parkplatz einparken, kommt Rü nicht über die Schneewehe und lässt sich im Zeitlupentempo auf alle Viere fallen. Eigentlich ist es nicht lustig, aber es sieht einfach zu komisch aus.
Als wir von unserem Einkauf zurück kommen, ist Reinhard auch gerade zurück. Wir machen eine Pause und essen dann bei Hubert in der Gaststube Mittag. Ich wll endlich mal die Käsesuppe kosten. Hua, die ist aber kräftig – Bergkäse halt. Sie schmeckt mir und ich schaffe sie auch. Tom hatte breite Nudeln und schwärmt – schafft seine Portion aber nicht.
Um drei fahren wir los, doch mit dem Auto, weil der letzte Bus zu Hubert schon um 17:00 Uhr fährt. Der erste Parkplatz ist voll – das wundert niemanden von uns. Auf dem zweiten Parkplatz haben wir Glück und gleich vorne an, ist einer frei. Das ist unserer. Wir laufen zum Bus und … ich bin erstaunt, wie kurz der ist. Der Bus bringt uns näher ran ans Stadion. Ein kleines Stück müssen wir noch laufen, ehe wir an den Eingang für Stehplätze kommen. Wir werden durchgeschleust wie bei einem Konzert. Drinnen ist auch schon was los, der Animateur gibt sich schon richtig mühe. Wir suchen uns ein Plätzchen. Bunte Mischung an Leuten stehen hier Schweizer, Österreicher und Deutsche. Aber auch Norwegische Fahnen sind hier zu sehen. Die deutschen Bundesländer werden abgefragt – Bei Berlin und Brandenburg wartet der Ansager nicht mal auf einen Jubelruf. Natürlich sind hier die süddeutschen Besucher am Meisten vertreten. Die Oberstdorfer Welle wird noch geprobt und alle machen mit.
Plötzlich geht es schon los die Vorspringer sind schon unten und die ersten Wettkampfteilnehmer kommen schon. Es macht Spaß hier zu stehen. Wir fiebern mit und applaudieren den Gewinnern. Es schneit und schneit immer mehr.
Aber dann wird das Springen abgebrochen und in einer halben Stunde soll es weiter gehen.
Wir nehmen das als Zeichen und fahren nach Hause, sonst gibt es für uns kein Abendbrot bei Hubert mehr. Zum ersten Mal gibt es Brot und es ist auch lecker. Auch heute schwatzen wir noch ein Weilchen auf dem Zimmer.


