Postkartenwetter weckt uns. Die Sonne scheint. Heute nun sollen sich die teuren Schuhe bezahlt machen und sie tun es auch.
Es geht bergauf über Einödsbach. Von dort erst mal bergab. Über Steine und Wurzeln, durch Matsch und über eine Holzbrücke. Dann geht es wieder bergauf. Über Steine, durch den Wald, über Wurzeln. Links der Berg steil hoch, rechts der Abhang. Vorbei geht es an der Petersalpe, wo wir kurz verschnaufen. Es geht weiter bergauf. einen Trampelpfad entlang. Über die Wiese geht es bergauf und über ein paar Bäche. Die Wege werden immer schmaler und steiler. Wir klettern bergauf und dort wo das Wasser fließt ist es noch am Besten, weil es nicht rutschig ist. Und immer noch geht es bergauf. Und das 3 Stunden lang.

Total erschöpft erreichen wir die Enzianhütte. Die Sonne scheint, aber es ist kalt. Wir trinken und essen was. Nach einer Stunde, die man gar nicht als solche wahrgenommen haben, geht es wieder runter.
Runter *schrecklassnach* Wieder Steine, wieder Bäche, wieder Matsch. Wieder schmale Wege. Aber die Sicht ist herrlich!
Mit zitternden Beinen kommen wir wohl behalten wieder an der Petersalpe an. Wir nehmen die „Straße“ bergab. Die Beine schmerzen. Wir laufen und laufen. An einer Hütte steht ein Waldschrat und bietet was zu trinken an. Wir wollen aber nicht mehr anhalten. Wir wollen nur noch nach Hause und duschen. Ein paar Kühe versperren uns den Weg und laufen einzeln über die Brücke. Die Kinder sind schon lange vorne weg. Sie sizten schon fast zu Hause und wir laufen und laufen und laufen bergab. Wir denken an die Dusche und an Hubert.
Wir können kaum krauchen und es ist unsere Henkersmalzeit bei Hubert. Wir bekommen noch einen Calisay der evangelischen Art, wie er uns mit einem Handwedeln zu verstehen gibt. Einen Händedruck und gute Wünsche erhalten wir auch, bevor wir uns wieder auf den Heimweg machen.
Wir spielen abends noch ne Runde. Würfel, Karten und Poker. Zum pokern habe ich eigentlich keine Lust – aber ich gewinne das Spiel. *huch*
Verfasst von GEF 
