Zwiebelsaft

2008 Februar 28

Jennis Erkältung ist am abklingen. Nachdem ihr Tom gestern Zwiebelsaft gemacht hat – hustet sie heute gar nicht mehr. Da kann man mal sehen, allein der Umstand, dass sie jetzt Zwiebelsaft nehmen könnte, macht sie schon gesund.


Besuch bei Karin und Manne

2008 Februar 24

Heute Mittag, gerade, als wir essen wollten, rief mich Karin an. Ob wir heute Nachmittag nicht zu ihnen kommen wollten? Sie hat Kuchen gebacken. Auf meine Gegenfrage, ob sie denn nicht lieber rauskommen wollten weil das Wetter ja so schön ist. war ein eindeutiges nein zu vernehmen. Sie hat auch schon versucht unsere Eltern anzurufen, aber da geht niemand ans Telefon. sie hat auch schon auf den Laberkasten gesprochen, was die Beiden aber noch gar nicht gesehen hatten.

Na gut. Da haben wir also nach dem kurzen Mittagspäuschen den Restkuchen von gestern eingepackt und sind mit den Eltern hingefahren.

Erst ein Sektchen für alle. Nur der Tom fühlte sich nach dem Sauerkraut von heute Mittag nicht so ganz und hat sich einen Kräuterschnaps gewünscht. Dann gab es Kaffee und den selbstgebackenen Kuchen. Wir haben viel geschwatzt. Ich wollte dann mal wissen, wen meine Eltern zu ihrer Goldenen Hochzeit in diesem Jahr einladen wollen. Da hatte ich kein gutes Thema gewählt, denn Mutti und Papa waren gleich am Streiten. Während meine Mutter das ganz locker sieht hat mein Vater doch ein paar merkwürdige Vorstellungen. Was ich nun rausgehört habe ist: dass die Geschwister meiner Eltern (immerhin 7 mit jeweils einem Partner) auf jeden Fall geplant sind. Dann noch ein paar Freunde und wir natürlich. Damit kommt man schon mal locker auf ca. 30 Personen. Wenn noch der eine oder andere gern dabei sein möchte ist das auch kein Problem. Aha!

Na ja, wir werden es erleben.

Bevor jemand ans Abendbrot denken konnte haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Und das war auch gut so, denn ich hätte das letzte Gläschen Sekt doch lieber auslassen sollen. Meine Güte! zu Hause musste ich erst mal was Handfestes essen.


Schwiemu: Kapital

2008 Februar 21

Jedes Jahr zum Jahresende zahlen die Banken und Sparkassen ihren Kunden Zinsen, wenn sie das Geld auf dem Sparbuch liegen haben.

So auch die Bank meiner Schwiegermutter.

Leider muss da irgendwo ein Fehler vorliegen, denn von den Zinsen, für die paar Kröten, wurde ihr noch Kapitalertragssteuer abgezogen.

Mama regte sich fürchterlich auf denn sie sei ja gar nicht reich, wie könne man ihr denn da Steuern abziehen. Das sollen sie doch gefälligst bei denen machen, die reich sind und Kapital haben.

Tom musste ihr dann einige Male erklären, das Kapital nicht viel Geld bedeutet. Dass auch sie Kapital hat und wenn es nur drei Euro auf dem Sparbuch sind.

Nun muss ich mich mal informieren, warum der Freistellungsauftrag nicht richtig funktioniert. Denn so reich, dass sie über die Freigrenzen kommt, ist Mama wirklich nicht.


Schwiemu: immer wieder dienstags

2008 Februar 19

Tom war bei seiner Mutter, wie er das jeden Dienstag so macht.

Mama erzählt ihm, dass sie sich gestern Abend einen Tee gemacht hat. Der hätte so gar nicht geschmeckt. Früchtetee. Sie hat dann mal nach den MHD geschaut, *grusel* …. 2004. Sie hat Tom die Packung gezeigt, damit er mal gucken kann, ob sie das richtig gelesen hat. Tom hat dann gleich mal Tee-Razzia im Schrank gemacht und bis auf eine Packung Kamillentee (mit noch 3 Beuteln) war alles über-überfällig.

Mama liest bunte Zeitungen gern. Dieses Mal hat sie einen Artikel gefunden über Schilddrüsenerkrankungen. Sie hat diese Seite aus der Zeitung gerissen und Tom vorgelesen. Ja, das ist genau das, was sie hat. Sie wird also diesen Papierfetzen mit in die nächste Behandlung nehmen und der Ärztin zeigen, damit die mal weiß, was sie hat. [ach, das muss man sich jetzt selbst erlesen? – in solchen „Fachblättern“?]. Tom meinte dann zu ihr: „Aber Mama, das hast du doch schon seit 40 Jahren.“ … „Ach so?“ Nach ein paar Erklärungen ist es ihr aber wieder eingefallen.
Na denn: viel Spaß Frau Doktor.


Monopoly

2008 Februar 16

Jenni wollte was spielen und hat sich Monopoly ausgesucht. Sie hat es vor einigen Jahren schon mal gespielt – sagt sie.
Wir haben ein Spiel aus vom 1971, dementsprechend sieht es auch aus. Die Scheine sind total abgeranzt und das Spielfeld ist auch schon abgespielt. Da Tom es aber in und auswendig kennt, brauchten wir die meisten Zahlen gar nicht erkennen, weil er gleich die Preise ausgerufen hat. Komisch war nur, dass ja überall noch Mark steht und wir doch jetzt Euro haben. So kam es, dass wir uns ganz oft Euro oder Dollar oder eben Mark abverlangten.

2 Stunden hat es gedauert und Tom hat gewonnen. *hmpf* Wäre doch schöner gewesen, wenn Jenni gewonnen hätte.
Ich glaub so schnell spielen wir das Spiel nicht mehr.


Sonne und Eis

2008 Februar 14


Latte Macchiato

2008 Februar 9

Danach haben wir uns noch in einen Kaffee-Shop getraut, denn C* hatte Lust auf ein Stück Torte.
Meine Cousine nimmt einen Latte und ein Stück Mokkatorte. Aus der Kuchentheke wird aber keine Mokkatorte geholt sondern eine Nusstorte. Nein, dass muss sie leider noch mal machen, das ist der falsche Kuchen. Meine Cousine hat also ihren Kuchen in der Hand, als ich an der Reihe bin.
Ich – das erste Mal in so einem Dings – bestelle also einen Kaffee und ein Blätterteigteilchen. Das Teilchen war mit einem falschen Schild ausgepreist, aber ich bekam nur die Antwort, dass das Teilchen so nicht heißt, wie da dran stand. Keinen Hinweis, wie es nun wirklich heißt und was es kostet. Na gut, denke ich und bezahle den Preis, den die junge Frau hinter dem Tresen mir nennt. Sie sagt, dass sie mir das Teilchen noch warm macht. „Ja, das wäre gut“ antworte ich.

Ich gucke die Frau an, sie guckt mich an. Meine Cousine steht noch neben mir.

Als mir die Zeit zu lang und die Situation peinlich zu werden droht, frage ich ob sie uns die Sachen dann bringt oder wie das hier funktioniert. Sie guckt ganz blöd und meint nur, nach links zeigend, „da ist die Ausgabe“. [Ich fühle mich wie in einer Kantine, da ist der Kaffee aber günstiger!]. Okay, ich gehe vier Schritte in die mir gewiesene Richtung. Dort steht ein junger Mann, der den Kaffeeautomaten bedient und den Latte Macchiato für die Kundin vor uns fertig macht. Dann kommt der für meine Cousine und noch einer für mich. Ich – wie schon erwähnt: Neuling – sehe zu, wie sich meine Begleitung Zucker auf den Milchschaum macht.
Ich gucke und weiß nicht so recht, ob ich das auch machen soll. Ernte aber nur einen ungläubigen Blick von dem Blonden hinter dem Kaffeemaschinchen.

C* hat das Tortenstück schon zur Hälfte aufgegessen, als ich mich noch mal zu dem Ausgabeplatz begebe und nach meinem Blätterteigteilchen frage. Der Typ guckt mich an, als ob ich vom Mond komme. Also erkläre ich ihm, dass die Kassiererin gesagt hat, dass sie es noch warm macht. Ach so – er läuft zum Ofen und gibt mir die Auskunft, dass er ruft, wenn es fertig ist. Ich könne mich schon mal hinsetzen. Na gut.

Kurze Zeit später höre ich wie jemand weibliches irgendetwas ruft (hab immer noch nicht verstanden, wie das Teilchen hieß) und sehe wie sie zwei Teller hinstellt. Dabei rutscht das ersehnte Stück vom Teller auf den Tresen und sie nimmt es mit der Hand und legt es wieder drauf. [zu Hause würde ich das sicher auch machen, denn unser Küchentisch ist ja geputzt und wird nur von uns benutzt] ich stürze also zur Ausgabe und schnappe mir das Teilchen, dass keine Rutschpartie hinter sich hatte. [Wie es vorher behandelt wurde, darüber will ich gar nicht nachdenken]

C* ist fast fertig mit ihrer Kalorienbombe als ich mit dem Essen beginne. Es schmeckt sehr Lecker und auch der Kaffee ist ganz nach meinem Geschmack.

Noch lange sitzen wir im Schaufenster an einem Brett, das unser Tisch ist, und quatschen über Dies und Das. Es macht Spaß dabei die vorbeieilenden Leute zu beobachten.

Ob ich noch mal in diesen Laden gehen werde?


Kino

2008 Februar 9

Heute Vormittag rief mich meine Cousine C* an, ob ich nicht Lust hätte mit ihr ins Kino zu gehen. Hab ich? Ach, ja das wäre ja mal was. Doch, ja ich komme gerne mit. Wir trafen uns also eine halbe Stunde vor Beginn des Films im Vorraum des Kinos. Etwas früher musste es schon sein, denn wir haben immer was zu erzählen.

Wir haben uns „Die Band von nebenan“ angesehen. Ein total schräger Film, der – wie der Vorspann uns mitteilte – ganz viele Preise gewonnen hatte.
Vielleicht war er auch so gut und mit fehlt nur das nötige Kunstsachverständnis?

Tom hatte mir bevor ich losgefahren bin noch die Kritik vorgelesen, die meine Erwartungen auf ein sehr niedriges Level sinken lies. Wir spekulierten darüber, ob meine Cousine und ich die einzigen Zuschauer sein würden.

Als wir den Saal betraten (kann man bei 55 Plätzen von Saal sprechen?) waren auch erst 4 Leute drin. Weil wir erwarteten dass das Kino leer bleibt, nahmen wir einfach Platz ohne auf die Platznummer zu achten. Aber wir hatten uns geirrt, nach ein paar Minuten kamen andere Leute und wollten auf ihre Plätze. Ist ja kein Problem, also suchten wir die Plätze auf, die auf unseren Karten standen. Und damit begann dann eine Tauscherei auf der Stuhlreihe. Anscheinend haben auch alle anderen Gäste so gedacht wie wir. Wobei wir mit den richtigen Plätzen eine bessere Sicht hatten.

Jedenfalls war er nicht ganz so schlimm wie gedacht und in der Kritik beschrieben.


Doppelkopf und Mietzekatze

2008 Februar 8

Einer Einladung zum Doppelkopf folgend, sind wir heute zu A+C gefahren.
Wir haben also den letzten Parkplatz vor dem Haus belegt und sind die Treppe rauf. Geklingelt und uns wurde die Tür geöffnet. Da stand ein ziemlich verschnupfter C vor uns und erklärte uns, dass er erkältet ist. Noch beim Eintreten flitzte ein schwarzes etwas über den Flur. „huch, was war denn das? Habt ihr eine neue Katze?“ Ein breites Grinsen über C’s gesicht und alles war klar.

Die neue Mietz ist ein schwarzer Kater. Er ist schon ein Jahr alt und brauchte dringend ein neues zu Hause. Niedlich ist er und noch ganz verspielt. Kuscheln war noch nicht so ganz sein Ding, was ja klar ist, denn wir sind ja fremd. Eine Woche lebt er nun schon bei A+C und wird sicher richtig gut verwöhnt.

Als A dann nach Hause kam, musste sie erst einmal erzählen, wie es dazu kam. Und die Gut’ste hat doch mal wieder ein Geheimnis draus gemacht.

Dann ging es ans Spielen. Viele Runden waren es und immer wieder guckten wir auch nach der neuen Mietzekatze. Am Schluss habe ich gewonnen, ganz knapp vor Tom, aber gewonnen.

Gegen halb 12 sind wir wieder nach Hause gefahren. War schon spät genug, denn A muss Morgen arbeiten.


schon wieder Billard

2008 Februar 4

Angeregt vom Billard am Samstag haben wir mal geschaut, ob es nicht bei uns in der Nähe auch eine Gelegenheit zum Billard spielen gibt. Gefunden hat Tom im Kangaroos Land 7 Billardtische. Bei Gelegenheit wollten wir uns das mal anschauen, ob das nicht eine alternative Spielmöglichkeit ist.

Nun hatten wir heute ja Zeit und sind dort hingefahren. Gleich mit drin gibt es eine australische Gaststätte und viele Bowlingbahnen.

Wir also hin zum Empfang und einen Billardtisch gemietet. Das ist von Montag bis Mittwoch besonders günstig. Na das trifft sich ja gut. Wir spielen wieder Mann gegen Frauen, was natürlich heißt, dass Tom nur einmal dran ist und Jenni und ich als Manschaft jeder einmal, wir also doppelt so viele Stöße haben.

Das macht dem Tom aber gar nichts, denn auch so geht er erst mal in Führung. Dann holen wir auf, aber nach dem vierten Spiel heißt es 3:1 für Tom.

Wir verlieren nur kurz den Mut, denn Jenni locht gleich drei Kugeln hintereinander ein und man fragt sich: Warum nicht gleich so?

Als es 3:3 steht beschließen wir, dass es Zeit fürs Mittagessen ist und wir geben die Kugeln wieder ab.

Die Gaststätte, bei der es Straußenfleisch und andere australische Spezialitäten geben soll, ist aber ganz verlassen und daher wollen wir uns da auch nicht hinsetzen. (Nicht mal ein Kellner war zu sehen.)

Stattdessen spazieren wir ein wenig durch die Straßen auf der Suche nach einer netten Gaststätte. Irgenwie werden wir aber nicht so richtig fündig. Weil wir inzwischen schon reichlich Fußlahm sind, gehen wir zum Auto und fahren wir zum Italiener bei uns im Dorf.

Gegen halb drei essen wir Nudeln, Pizza und Steak. So spät essen ist für uns eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber was soll’s wir haben schließlich Urlaub und Ferien.