Heute mal wieder ein Eintrag in der Rubrik „schöne neue Technik“.
Tom hat für sein Handy ein Programm gefunden, dass Wanderwege auf der Landkarte anzeigen kann. Da sind auch für unsere Dörfergemeinschaft einige Wanderwege vorgeschlagen. Na, dann probieren wir doch mal einen davon aus.
Wir haben uns heute nach dem Mittagessen auf den Weg gemacht, Wanderschuhe an, Handschuhe und Schal geschnappt und los geht es.
Kurz vor der nächsten Siedlung soll es rechts rein gehen. Ja, da war mal ein Weg, der ist im Augenblick ein See. Wir weichen aus auf das Feld, wo schon ein gut ausgelatschter Pfad zu erkennen ist. Und nach ein paar 100 Metern finden wir auch den richtigen Weg wieder. Mitten zwischen den wild wachsenden Bäumen gibt es diesen Weg. Toms Handy zeigt uns die Richtung.
Weiter geht es übers Feld. Wo keine Bäume stehen bläst uns der Wind kalt um die Ohren. Als wir eine Straße passierten, kann man den Weg kaum erkennen. Aber tapfer halten wir uns an die vorgeschriebene Route und hinter einem kleinen Hügel geht der Weg sogar mit Wanderkennzeichnung und Richtungsangabe weiter. Wir laufen durch einen Wald, von dem ich gar nicht wusste, dass es den hier gibt. (ich erzähle lieber nicht, dass ich hier aufgewachsen bin)

Doch dann haben wir Pech, die Karte stimmt nicht, denn wir müssten nach dem Wald durch ein abgezäuntes Gebiet laufen. Nee, wir wollen uns lieber nicht mit der Polizei anlegen, die hier das Gelände belegt hat. Wir machen also einen kleinen Umweg um das Gelände herum. Auch hier immer wieder überflutete Wege. Dank der Felder und der Trampelpfade darauf aber kein Problem. Nur ein Mal holen wir uns nasse Füße.

Das wäre unser Weg gewesen.
Nach dem Schlenker sind wir wieder auf unserer Wanderroute, die uns dann einen Teil des Weges wieder zurück führt, den wir schon hin gelaufen sind. Ich finde es ist wie im Urlaub.
Nach knapp zwei Stunden sind wir wieder zu Hause. Die Knie melden sich, aber wir freuen uns auf einen schönen Kaffee. Den haben wir uns verdient.
Übrigens, das Programm heißt: komoot und wir probieren beim nächsten schönen Wetter die nächste Route aus.
Und weil der Tag ja noch jung ist, fahren wir noch zum Bauernmarkt nach Hindelang. Das war die Empfehlung von Marianne. Hier gibt es einen Wolleladen mit ganz viel Zeugs. Ich finde ganz viele Sachen so schön. Wir kaufen ein paar Mitbringsel. Und dann finden wir auch den Metallmichel. Lauter verrostete Eisenkunst und ich staune. Die Feuerfratze wird uns vorgeführt und Heike und Reinhard nehmen eine mit. Die wollen wir bei unserem nächsten Besuch aber in Action sehen. Leider fängt es wieder an zu regnen.
Ich bestelle mal eine kleine Portion Käsespätzle. Die anderen Vier bestellen noch mal richtig Fleisch.
Um drei fahren wir los, doch mit dem Auto, weil der letzte Bus zu Hubert schon um 17:00 Uhr fährt. Der erste Parkplatz ist voll – das wundert niemanden von uns. Auf dem zweiten Parkplatz haben wir Glück und gleich vorne an, ist einer frei. Das ist unserer. Wir laufen zum Bus und … ich bin erstaunt, wie kurz der ist. Der Bus bringt uns näher ran ans Stadion. Ein kleines Stück müssen wir noch laufen, ehe wir an den Eingang für Stehplätze kommen. Wir werden durchgeschleust wie bei einem Konzert. Drinnen ist auch schon was los, der Animateur gibt sich schon richtig mühe. Wir suchen uns ein Plätzchen. Bunte Mischung an Leuten stehen hier Schweizer, Österreicher und Deutsche. Aber auch Norwegische Fahnen sind hier zu sehen. Die deutschen Bundesländer werden abgefragt – Bei Berlin und Brandenburg wartet der Ansager nicht mal auf einen Jubelruf. Natürlich sind hier die süddeutschen Besucher am Meisten vertreten. Die Oberstdorfer Welle wird noch geprobt und alle machen mit.




